Letzte Änderung: 25.09.2022

Impfen

Ein paar Gedanken zu einem - seit Corona - noch kontroverser diskutiertem Thema

 

Die Ausgangslage:

Seit Beginn der durch das SARS-CoV2 ausgelösten Pandemie hat das Thema Impfstoffe einen großen Stellenwert in der öffentlichen, der politischen und der wissenschaftlichen Diskussion gewonnen. Im absolut überwiegenden Teil der Bevölkerung gab es mit dem Beginn der Ausbreitung des Virus große Hoffnungen auf eine baldige Entwicklung eines passenden Impfstoffes von Seiten der Wissenschaft und Pharmaindustrie. Aber es gab auch von Anfang an Stimmen von warnenden und skeptischen Menschen.
Bei der Entwicklung des Impfstoffes verfolgte man traditionelle Wege der Impfstoff-Herstellung ebenso wie neue Pfade, die man bisher eher in der Krebsprävention beschritten hatte - die mRNA-Technik. In erstaunlich kurzer Zeit gab es dann Erfolge zu vermelden und die Behörden erteilten in nie dagewesenem Tempo Zulassungen für Impfstoffe des alten, wie auch des neuen Typs. Dies ließ die Skepsis bei den Kritikern erneut steigen.
Während man es in den reichen Ländern des Nordens recht schnell schaffte, große (in den Augen der Wissenschaft und Politik dennoch zu kleine) Anteile der Bevölkerung mehrfach zu impfen, blieb die Anzahl der Geimpften im armen Süden unserer Welt deutlich hinter diesen Zahlen zurück.
Diese Tatsache ist sicherlich zu großen Teilen unserem kapitalistischen System geschuldet und hat für Rheinland-Pfalz den Effekt, dass wir durch die Erfolge der Firma Biontech in Mainz vom Nettoempfänger, zum Zahlerbundesland geworden sind. Sie ist aber sicher auch zu Teilen dadurch zu erklären, dass es notwendige Strukturen (Produktionsstätten, Infrastruktur ...) in vielen armen Länder einfach nicht gibt und dies - Freigabe von Patenten hin und her - auch in so kurzer Zeit nur extrem schwer zu ändern gewesen wäre.
Der positive Nebeneffekt - das klingt zynisch dürfte aber der Wahrheit entsprechen - das Virus konnte sich in den "ungeschützten" Bevölkerungen viel einfacher ausbreiten und tat das, was Lebensformen nun mal tun, es folgte evolutionsbiologischen Regeln und veränderte sich, passte sich an und schwächte sich dadurch erwartender- und dennoch glücklicherweise so ab, dass wir jetzt bei Inzidenzen, die in den Anfangsmonaten der Pandemie noch zu totalem Stillstand geführt hätten, fröhlich arbeiten, unsere Freizeit genießen und in Urlaub fahren, als sei nie etwas anderes geschehen. Das gilt nicht für alle, das weiß ich, es gibt weiterhin Besorgte und Vorsichtige. Aber das Thema Corona wurde aus der öffentlichen Wahrnehmung zurück gedrängt, keine täglichen Infektionszahlen mehr in der Tagesschau, keine täglichen Brennpunkte mehr danach - und Menschen mit Masken sind zur Ausnahme in der Öffentlichkeit geworden.
Man nennt das wohl endemische Zustände.

Die Fakten:

- Die Impfstoffe wirken gegen Krankheiten indem sie unser Immunsystem trainieren und in die Lage versetzen, richtige Krankheitserreger (Bakterien oder Viren)  schnell zu erkennen und effektiv zu bekämpfen.
Wichtig: Es ist nicht der Impfstoff, der den Erreger bekämpft, sondern ein Impfstoff ist ein abgeschwächter, ungefährlicher (im Idealfall) Erreger oder Teil eines Erregers, der unsere Immunabwehr auf den Kampf gegen den richtigen Erreger vorbereitet.
- Es gibt Impfdurchbrüche, also Infektionen trotz Impfung. Die Rate der Infektionen trotz Impfung hängt davon ab, wie gut der Impfstoff unser Immunsystem trainiert hat. Diese Impfdurchbrüche, also Infektionen trotz Impfung sollten aber im Idealfall milder verlaufen, als Infektionen ohne vorherige Impfung.
- Die Wirkung von Impfungen lässt mit der Zeit nach und muss aufgefrischt werden, das gilt für altbekannnte Impfungen, wie z.B. gegen Tetanus-Bakterien (10 Jahre) und im stärkeren Maße bei Impfungen gegen sich schnell ändernde Viren, wie Influenza- oder Corona-Viren. Und gegen manche Viren ist, trotz Forschungen und Bemühungen, bis heute kein geeigneter Impfstoff gefunden.
- Es gibt Impfreaktionen und -nebenwirkungen, die von harmlosen Schmerzen an der Einstichstelle bis zu tödlichen Komplikationen reichen.
In der Medizin sollte das hippokratische Prinzip: "primum non nocere", also "erstens nicht schaden" gelten. Die Fortsetzung lautet: "secundum cavere, tertium sanarenohil" oder auf deutsch: "zweitens vorsichtig sein, drittens heilen".
In großen Teilen der alternativen Medizin wurde und wird in Frage gestellt, ob dieses Prinzip wirklich immer und ausreichend Geltung findet.
- Die bisher veröffentlichten Zahlen zu Impfnebenwirkungen bei der aktuellen Corona-Impfung legen nahe, dass vor allem für die älteren Bevölkerungsteile der Nutzen den Schaden überwogen hat. Aber es gibt auch Studien, die belegen, dass es für Gruppen mit geringen Risiken eher nachteilig sein kann, sich impfen zu lassen.
Ob man das jemals abschließend und verlässlich wird beurteilen können, darf bezweifelt werden, denn große Dunkelziffern bei den Nebenwirkungen, wirtschaftliche und politische Interessen und mangelnde Mittel in der Forschung stehen dem Entgegen.

Über die Aufgaben eines Sportvereins

Wir sind kein Debattierklub und keine wissenschaftliche Fachgesellschaft, aber wir spürten in den letzten Monaten in der realen Vereinsarbeit, wie das Thema Impfen und der Umgang damit Auswirkungen auf unsere Vereinsarbeit hatte.
Wir fühlen uns der Gesundheit unserer Mitglieder, Teilnehmenden an Kursen und Angeboten sowie den Besucher*innen in unserem Kanucamp verpflichtet.
Dies versuchen wir nicht nur durch ausreichende Sicherheitsmaßnahmen, also der Unfall- und Verletzungsprophylaxe bei unseren Aktivitäten, sondern auch durch die "Gesundheitsseiten" unserer Internet-Präsenz zu erreichen.
Der Sportbund Pfalz hat zum Thema "Impfen" eine Kampagne gestartet:
Impf-Appell des rheinland-pfälzischen Sports: "Impfen ist Mannschaftssport für die gesamte Gesellschaft"
Nach reichlichen Überlegungen und Recherchen (siehe oben) möchten wir uns dieser Kampagne aber nicht völlig unkritisch anschließen.
Jede*r möge für sich selbst (oder noch besser mit Hilfe von vertrauenswürdigen, heilkundigen Menschen) herausfinden, wie hoch er/sie das persönliche Risiko einschätzt und danach eine fundierte Impfentscheidung treffen.
Für offizielle Empfehlungen ist bei uns in Deutschland die Stiko (ständische Impfkommission) zuständig.

 

 

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